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Die Freiwillige Feuerwehr Asbach feiert ihr 100jähriges Bestehen. Dies feiern wir auch weil wir nicht wissen, ob die Ortsgruppenwehr Asbach ihr nächstes Jubiläum noch erleben wird; - im Wandel der Zeit! Um 1900 herum wurden viele Freiwillige Feuerwehren gegründet. Die Gründungsmitglieder schlossen sich zu einem Verband zusammen, um vorrangig die Feuersgefahr zu bekämpfen. Die Spritzen waren für die Gemeinden erschwinglich geworden, so dass die Gründung einer eigenen kleinen Wehr möglich wurde. Im Laufe der Jahrzehnte wandelten sich die Aufgaben der Feuerwehren. Der Weg ging vom reinen Brandschutz hin zu technischer Hilfeleistung; und in jüngerer Zeit auch hin zum Umweltschutz. In unserer Zeit nehmen die Zahl der Löscheinsätze immer mehr ab, während die technischen Hilfeleistungen weiter zunehmen. Der Leitspruch der Feuerwehren "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr!" hat zwar immer noch seine traditionelle Gültigkeit, in die heutige Zeit passt aber eher das Motto "Die Feuerwehren löschen, retten, bergen und schützen!". Die geänderten vielfältigen Aufgaben erfordern umfangreiche unterschiedliche Ausrüstung, sowie engagierte, geschulte und geübte Einsatzkräfte. Dieser Wandel hat das Brandschutzwesen für die Kommunen zu einem nicht unerheblichen Kostenfaktor anwachsen lassen. Und in Zeiten knapper Kassen wird immer häufiger der Erhalt der vorhandenen Ortsgruppenwehren diskutiert. - Alle Jahre wieder! Der Wandel der Zeit ist auch an der Freiwilligen Feuerwehr Asbach nicht spurlos vorübergegangen: Wir sind mit unserem TS8-Anhänger von 1959 eine reine "Feuerwehr"! Für technische Hilfeleistung oder Gefahrguteinsätze -außer dem Beseitigen von Ölspuren- sind wir nicht eingerichtet. - Daraus resultieren unsere geringen Einsatzzahlen. Nichts desto trotz üben wir regelmäßig, legen unsere Leistungsprüfungen "Löscheinsatz" und auch "Technische Hilfeleistung" ab, und engagieren uns als Freiwillige Feuerwehr Asbach auch anderweitig. Es ist kein Geheimnis mehr, dass in immer mehr Gemeinden die Auffassung vertreten wird, eine kleine Ortsgruppenwehr wäre nur mehr ein unwirtschaftlicher Kostenfaktor. Gerne möchte man aus Kostengründen die Feuerwehrmagazine der Ortsgruppenwehren auflösen; Mannschaften, Gerätschaften und Material den Stützpunktwehren zuführen und dort eingliedern. Es ist eine Vermutung, dass dies zu Einsparungen führt; - denn Gerätschaften, Material und Mannschaften sind weiterhin vorhanden! Und alleine durch eine solche Umstrukturierung lösen sich die Instandhaltungs- und Betriebskosten, die Ausgaben für Schulungen und Ausrüstung nicht in Luft auf. Aber eines bringt eine solche Maßnahme: Einen Schwund an engagierten und erfahrenen Einsatzkräften; - und ein höheres Gefährdungspotential für die Bürger! Glauben Sie, dass die Männer einer Ortsgruppenwehr mit dem gleichen Engagement ihren Dienst verrichten, wenn sie auch noch bei jeder Übung, zu jedem Einsatz in den nächsten Ort fahren müssen? - Insbesondere dann, wenn die Einsatzstelle in ihrem Ort ist, und sie erst wegfahren müssen um sich auszurüsten, während wichtige Zeit verloren geht? Eine Stützpunktwehr kann vieles leisten. Aber welcher Kommandant, Gruppenführer, Maschinist oder Feuerwehrmann kennt die örtlichen Gegebenheiten im Nachbarort so gut, wie die ortsansässigen Feuerwehrleute? - Das ist das Wissen, welches für den Erfolg oder Misserfolg eines Einsatzes mit entscheidend sein kann! Seien wir ehrlich, werktags darf tagsüber auch nicht unbedingt etwas passieren! Viele Stützpunktwehren sind dann leider nicht einmal in der Lage, deren Fahrzeuge im Einsatzfall - bis auf die Fensterplätze - vollständig zu bemannen! Hier gewinnen die Ortsgruppenwehren wieder an Bedeutung, da in den ländlich geprägten Ortschaften mit überwiegender Agrarwirtschaft nur der geringere Teil Feuerwehrleute Pendler sind. Liebe Feuerwehrkameraden, wir dürfen unser Motto nicht vergessen: "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!". - Wie gesagt, ein Motto, das sich im Wandel der Zeit erhalten hat. Es geht nicht darum, welche Feuerwehr das neueste und schnellste Feuerwehrauto hat, besser oder schlechter ausgestattet ist oder die meisten Einsätze fährt! Es geht darum, dass der Fortbestand einer jeden Wehr gewährleistet werden muss, um ein möglichst großes Potential an Kenntnissen und Fertigkeiten, Wissen, Erfahrungen und Engagement für den Einsatzfall zu erhalten! Und darum, für die Bürger, und für deren Hab und Gut ein größtmögliches Maß an Sicherheit zu gewährleisten! Wir müssen im Einsatzfall zusammenarbeiten! Wir müssen aufeinander vertrauen und uns aufeinander verlassen können, um uns zu 100 Prozent auf unsere Aufgaben zu konzentrieren! - Deshalb dürfen wir nicht zulassen, dass solche Ärgernisse uns den Blick für das Wesentliche nehmen: dem Nächsten In der heutigen Zeit gehören die Feuerwehrleute zu einer aussterbenden Gattung, weil sie nicht danach fragen: "Was springt für mich dabei heraus?". Feuerwehrleute opfern ihre Freizeit. Sie verwenden ihre freie Zeit für Einsätze, Übungen, Ausbildungs- und Fortbildungsveranstaltungen, leisten Arbeitsstunden, Jugendarbeit, gemeinnützige Dienste und noch vieles mehr! Sie setzen ihre Gesundheit und ihr Leben ein, um dem Nächsten in einer Gefahrensituation beizustehen und zu helfen. Sie müssen mit den psychischen und seelischen Belastungen ihrer Einsätze fertig werden; - insbesondere dann, wenn Todesopfer zu beklagen sind! Hier dürfen die Familien der Feuerwehrleute nicht vergessen werden, die Verständnis für deren Arbeit zeigen und sie dabei unterstützen! Leider können wir euch nicht mehr entbieten als ein schlichtes Danke ! Nun arbeiten wir alle daran, dass hier die Feuerwehrleute nicht aussterben! - In einer Zeit, in der man "Feuer!" schreien muss, wenn man "Hilfe!" braucht; - weil dann wenigstens Schaulustige gelaufen kommen! Und wir selbst wünschen uns, mehr Engagement für und auch in unserer Wehr! Vieles ändert sich. Und wenn das Schicksal und der Wandel der Zeit es zulässt, sehen wir uns in einigen Jahren wieder, bei unserem nächsten Jubiläum. Eure Freiwillige Feuerwehr Asbach | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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