Um- und Anbau am Feuerwehrhaus Asbach

Am 12. Juli 1998, nach gut 1 ½ Jahren Bauzeit wird das umgebaute Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Asbach mit einer feierlichen Weihe seiner Bestimmung übereignet.

Das vorhandene Gerätehaus, welches 1965, auch schon in Eigenleistung, erbaut wurde, war schon aufgrund fehlender sanitärer Einrichtungen nicht mehr zweckdienlich. Auch musste neuer Platz geschaffen werden, nicht nur für die vorhandenen Ausrüstungsgegenstände, sondern auch für die persönliche Schutzausrüstung eines jeden aktiven Feuerwehrmannes.

Das Feuerwehrgerätehaus vor dem Umbau, die Vorbereitungsarbeiten für Spritzenweihe 1989 laufen auf vollen Touren.

Die ersten Gedanken zum Umbau des Feuerwehrhauses wurden beim Frühschoppen im "Wirtshaus zu Asbach" ausgetauscht. Die "Stammtischrunde" hatte schon damals eine genaue Vorstellung wie der "neue Bau" gestaltet werden kann. Erste Planskizzen wurden auf einem Bierdeckel erstellt. Leider ist diese erste Planungsunterlage nicht mehr erhalten, doch wie die damals Beteiligten erklären, kam diese Skizze dem heutigen Bauwerk schon ziemlich nahe. Ein Neubau des Feuerwehrhauses ist nie in Betracht gezogen worden, war die vorhandene Bausubstanz doch in einem einwandfreien Zustand. Ein Umbau war die einzig vernünftige und finanzierbare Lösung, allerdings mussten hierbei folgende Kriterien erfüllt werden:

- getrennte sanitäre Einrichtungen
- Erweiterung des Maschinenraumes zur Aufbewahrung der Ausrüstung
- Schaffung eines Schulungs-, Unterrichts- und Versammlungsraumes, (Nutzung auch durch andere Gruppen oder Vereine).

Die Erweiterung des Maschinenraumes stellte das kleinste Problem dar, es musste lediglich die 1981 eingezogene Trennwand entfernt werden, um den damals geschaffenen kleinen Versammlungsraum wieder als Geräteraum zu nutzen. Die anderen Anlagen waren allerdings so nicht unterzubringen.
Der Schulungs- und Sitzungsraum der sich jetzt im ausgebauten Dachgeschoss befindet.

Deshalb kam man zu der Überlegung das Dachgeschoss als Schulungsraum auszubauen. Der Dachstuhl und die Eindeckung aus Asbestzementplatten musste ohnehin erneuert werden. Ein Anbau für den Treppenaufgang von ein paar Metern wäre dann auch ausreichend, um getrennte WC-Anlagen einzubauen. Das ganze Bauvorhaben mit den angegebenen Punkten wurde dann zusammen mit dem Gemeinderat Petershausen erörtert.
Der Gemeinderat Petershausen stand dem Projekt von Anfang an sehr aufgeschlossen gegenüber, machte aber unmissverständlich klar, dass zwar die Kosten für Baumaterialien von der Gemeinde getragen werden, der Bau selbst aber komplett in Eigenleistung getätigt werden muss, da sonst das ganze Vorhaben nicht zu finanzieren wäre.

Diese Vorgehensweise lag ganz im Sinne der Freiwilligen Feuerwehr Asbach. Das Architekturbüro Kohl aus Ampermoching brachte dann die Planung ohne Verzögerung zu Papier. Der Bauantrag wurde im Juli 1995 gestellt, welcher im Dezember des gleichen Jahres vom Landratsamt Dachau genehmigt wurde.

Der Baubeginn war am 8. Juni 1996.

Der ganze Bau wurde durch die aktiven und passiven Mitglieder der Asbacher Wehr erstellt, es wurden mehr als 2.200 Arbeitsstunden dabei geleistet. Auch Nichtmitglieder standen durch tatkräftige Unterstützung zur Seite.

Siegfried Weßner, der 1995, nach über 40 Jahren Dienstzeit als aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Asbach ausscheiden musste, steht dabei als passives Mitglied mit 223 geleisteten Arbeitsstunden an erster Stelle.

Unser Dank gilt dem Gemeinderat Petershausen, sowie dem Bürgermeister Ludwig Götz für die stets unkomplizierte Unterstützung bei unserem Bauvorhaben, die uns besonders in finanzieller Hinsicht zugute kam.

Gerätehaus nach Fertigstellung bei der Einweihung 1998

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