Chronik von Asbach

Asbach heißt bereits 1130/45 Aspach und bedeutete Siedlung am Espengehölz. Um 1140 tradierten ein Dominus Arnoldus de Luhelstetten und Bruder Siggerus zwei Höfe mit Maier zu Asbach an das Kloster Indersdorf. Etwa gleichzeitig übergibt eine Richildis von Aspach einen Hof und um 1140 der Abt von Benediktbeuern eine Mühle an das Kloster Indersdorf. Um 1168 vermachte Pfalzgraf Friedrich testamentarisch sein Gut. Es gehört also um 1168 das ganze Dorf zum Kloster Indersdorf. 1675 erhielt Kloster Indersdorf auch die Hofmarksgerechtigkeit. Es ist auffallend, dass sich das Bild der Ortschaft von 1350 bis in die neueste Zeit kaum geändert hat. Es waren schon um 1360 sechs Höfe, die sich bis 1800 gehalten haben. Um 1350 finden wir in Asbach 6 Höfe
(Nr. 1 Scherdy, Nr. 3 Kipferl, Nr. 4 Huber, Nr. 5 Zehentmair, Nr. 6 Hacker), 1 Widengut (Dos), 1 Mühle (Nr. 8), 4 Viertelhöfe, 1 Gut, 1 Hofstatt, die alle zum Kloster Indersdorf gehören.
Um 1428 sind in Asbach 6 Höfe, 1 Dos ( Widengut), 1 Mühle, 2 halbe Viertelhöfe, 3 Lehen, 5 Hofstätten , darunter eine Schmiede, 1 Badstube.
Die Pfarrei Asbach wurde nach der Urkunde Papst Paulus II. vom 16. September 1464 dem Augustinerchorherrenstift Indersdorf inkorporiert. Konventualen haben sie bis zum Jahre 1751 seelsorgerisch betreut. Die Kirche ist den Apostelfürsten Petrus und Paulus geweiht.
Um 1588 gibt es in Asbach 6 Höfe, 5 Sölden, 1 Hofstatt (Indersdorf), 1 Hofstatt (Gemeinde), 1 Widen ( Kirche Asbach), 2 Hofstatt (Kirche Asbach) und den Pfarrhof.

In einem Kupferstich von Michael Wening um 1700 wird Asbach mit einem Herrenhaus und Schlößchen dargestellt.
In einer dazugehörigen Beschreibung heißt es aber "Asbach. Hofmark ohne Schloß und Herrenhaus, so doch nächstens soll erbaut werden." Ein Blick auf die Katasterkarten von 1810, 1865 und 1896 läßt eher den Schluß zu, dass hier der Bau eines Schlößchens nie verwirklicht wurde.

Auch eine Mauer an der Grenze zum Nachbaranwesen weist von seinem Format her wohl mehr auf die Grundmauern eines größeren Stadels hin, wie in den oben genannten Karten eingetragen, als auf das Fundament eines Herrensitzes.
Um 1800 gehören zum Kloster Indersdorf; 6 je 1/1-Hof: Scherdy, Kipferl, Huber, Zehetmair - mit Zubau, Hacker, Hörl; ½ Hof Mühle mit Zubau; 2 je 1/8-Hof: Guldenammel, Schmied; 4 je 1/16-Hof: Gütlmann, Maurer, Hartl, Zimmermann; die Kirche Asbach besitzt 2 je 1/8-Hof: Müller, Schmied; Gmain: Hüthaus, Pfarrkirche und Pfarrhof. Das Niedergericht bis 1800 war das Kloster Indersdorf.
Bis 1935 kamen noch 6 weitere Anwesen hinzu: Nr. 20 Schmied, Nr. 21 Bergmann, Nr. 23 Hecht, Nr. 4 ½ Reichl, Nr. 8 ½ Schreinerei und Posten 15 Bahnwärter. Der "Wirt" Haus Nr. 16, heute Dorfstr. 27 besaß als damaliges Anwesen die Schneider- und Kramergerechtigkeit. Aus dem Kramerladen entwickelte sich wohl Mitte des 19. Jahrhunderts das Wirtshaus von Asbach. Der erste Wirt war wahrscheinlich Joseph Dallmayr von 1863 bis 1871, der 1869 ein Schlachthaus und eine Kegelbahn errichten ließ - eindeutige Hinweise auf die Existenz eines Wirtshauses. 1888 entstand dann auch ein Eiskeller auf der anderen Straßenseite. Nach der Zertrümmerung des Hofes erwarb 1910 der Gastwirt Georg Graßl das Anwesen. Das "Wirtshaus zu Asbach" befindet sich noch heute im Besitz der Familie Graßl. Betrieben wurde und wird es von verschiedenen Pächtern.

Die Bürgermeister der Gemeinde Asbach/Ebersbach bis zu Eingliederung in die Gemeinde Petershausen im Jahr 1978:

1834

1835

01.01.1876-31.12.1881

01.01.1882-31.12.1893

01.01.1894-31.12.1899

01.01.1900-31.12.1905

01.01.1906-31.12.1911

01.01.1912-31.05.1930

01.01.1930-30.04.1945

01.05.1945-31.03.1946

01.04.1946-31.03.1948

01.04.1948-30.04.1960

01.05.1960-30.04.1978

Quelle: Chronik von Petershausen

Franz X. Eggendinger (*1802, gest.1878) Asbach, Haus Nr. 14

Neumayr, Ebersbach, Haus Nr. 14

Lorenz Neumayr, Ebersbach

Josef Lehmair (*1842, gest. 1903) Asbach, Haus Nr. 13

Josef Pröbstl (*1876, gest. 1953) Asbach, Haus Nr. 10

Andreas Mayer (*1858, gest. 1943)Asbach, Haus Nr. 5

Jakob Kreutmeier (*1862, gest. 1931) Asbach, Haus Nr. 1

Andreas Gattinger, Ebersbach

Josef Polz, Ebersbach

Franz Xaver Loderer (*1882, gest. 1947) Asbach, Haus Nr. 6

Jakob Kreutmeier (*1891, gest. 1976) Asbach, Haus Nr. 1

Josef Polz, Ebersbach, Haus Nr. 6

Georg Hailer, Ebersbach

zurück
Startseite